KI-Datenschutz für Industrie & kritische Infrastruktur
Das Risiko: Ihr geistiges Eigentum im Prompt-Fenster Dritter
Ingenieure, Betreiber und Analysten greifen auf KI zurück, um einen Controller zu debuggen, einen Vorfall zusammenzufassen oder eine Lieferanten-E-Mail zu verfassen – und fügen dabei genau das ein, was ein Unternehmen am meisten schützen muss: Konstruktionsparameter, Quellcode, Anlagendaten, Vertragsbedingungen, Fehlerprotokolle. Sobald dieser Text den Browser verlässt, liegt er auf der Infrastruktur eines Drittanbieters, außerhalb Ihrer Kontrolle.
Für Industrieunternehmen ist das keine Datenschutz-Fußnote – es sind die Kronjuwelen. Eine einzige eingefügte Spezifikation kann einen über Jahre aufgebauten Wettbewerbsvorteil zunichtemachen; der rechtliche Schutz von Geschäftsgeheimnissen setzt voraus, dass angemessene Maßnahmen ergriffen wurden, um die Vertraulichkeit zu wahren.
KRITIS & NIS2: ein höherer Anspruch
Betreiber kritischer Infrastrukturen – Energie, Wasser, Telekommunikation, Verkehr, Gesundheit, Finanzen, Ernährung – tragen Pflichten, die über gewöhnliche Unternehmen hinausgehen. Das deutsche KRITIS-Regelwerk und die EU-weite NIS2-Richtlinie verlangen Risikomanagement, Lieferkettensicherheit und Kontrolle über den Umgang mit Betriebsdaten.
Unkontrollierter KI-Einsatz steht dem direkt entgegen: Das Einfügen von SCADA-Tags, Netzwerktopologien, Asset-Registern oder Vorfalldetails in einen öffentlichen Chatbot ist ein Informationssicherheitsereignis, das sich mit NIS2-Pflichten kaum vereinbaren lässt. SOWA Privacy hält diese Betriebsdaten auf dem Arbeitsplatzrechner, sodass Mitarbeitende weiterhin KI nutzen können, ohne die Angriffsfläche zu vergrößern.
Was SOWA erkennt
Drei lokale Schichten laufen, bevor irgendetwas gesendet wird: Regex für strukturierte Kennzeichen, eine optionale mehrsprachige NER-Schicht für Namen und Organisationen sowie eine nutzerverwaltete Blacklist für die spezifischen Begriffe Ihres Betriebs.
Marker für Geschäftsgeheimnisse
Begriffe, die vertrauliches Material kennzeichnen.
Asset- & OT-Daten
Operative Kennzeichen, die durch benutzerdefinierte Regex erfasst werden.
Projekte & Partner
Kontextuell durch die NER-Schicht erfasst.
Personen & Zugangsdaten
Identitäten und Anmeldeinformationen.
Absicherung für OT und IT
Kein Cloud-Roundtrip
Die Erkennung läuft vollständig im Browser. Die Regex-Schicht und die Blacklist benötigen keine Netzwerkverbindung; das optionale NER-Modell wird einmalig heruntergeladen und funktioniert danach vollständig offline – ideal für streng kontrollierte, segmentierte Umgebungen.
Quelloffen und prüfbar
Die Engine ist Open Source (MIT), sodass ein Sicherheitsteam sie prüfen, intern betreiben und genau nachvollziehen kann, was den Endpunkt verlässt – Platzhalter, keine Geheimnisse.
Standortübergreifend standardisieren
Unter Einstellungen → Erkennung → Benutzerdefinierte Regeln & Listen kann ein Administrator Asset-ID- und Teilenummernformate als benutzerdefinierte Regex hinterlegen, Projekt-Codenamen zur Blacklist hinzufügen und einen .sowa.json-Regelsatz auf jede Arbeitsstation im Werk verteilen.
SOWA Privacy ist ein Datenschutztool, keine Rechts- oder Compliance-Beratung. Die lokale Anonymisierung ist eine wirkungsvolle technische Kontrolle, aber jeder Betreiber sollte sie in sein eigenes KRITIS/NIS2-Risikobewertungs- und Informationssicherheitsmanagementsystem einbetten.