KI-Datenschutz für den öffentlichen Sektor
Warum Behörden keine Daten in die Cloud einfügen können
Ministerien, Kommunen und Behörden verwalten einige der sensibelsten Daten überhaupt – Bürgeridentitäten, Sozialleistungsanträge, Steuerunterlagen, Fallakten, Polizeinotizen. Sobald ein Sachbearbeiter diese Daten in einen öffentlichen KI-Chatbot einfügt, verlassen sie die nationale Infrastruktur und landen auf den Servern eines Drittanbieters, oft außerhalb der EU.
Das kollidiert mit drei harten Einschränkungen, unter denen öffentliche Stellen arbeiten:
- DSGVO & Rechtsgrundlage. Die Verarbeitung im öffentlichen Sektor erfordert eine klare Rechtsgrundlage; die Übermittlung von Bürgerdaten an einen ausländischen KI-Anbieter hat sie selten.
- Digitale Souveränität. Europäische und nationale Vorgaben drängen öffentliche Stellen weg von einer unkontrollierten Abhängigkeit von Nicht-EU-Cloud-Anbietern.
- Amts- & gesetzliches Berufsgeheimnis. Steuergeheimnis, Sozialgeheimnis und Verwaltungsvertraulichkeit pausieren nicht, weil ein Tool praktisch ist.
SOWA Privacy ermöglicht es Mitarbeitenden, moderne KI zu nutzen, ohne dass diese Daten das Gerät überhaupt verlassen.
Was SOWA erkennt
Drei Schichten laufen lokal im Browser, bevor ein einziges Zeichen gesendet wird: eine Regex-Schicht für strukturierte Kennzeichen, eine optionale mehrsprachige NER-Schicht für Namen und Orte sowie eine nutzerverwaltete Blacklist für die spezifischen Begriffe Ihrer Behörde.
Bürgerkennzeichen
Strukturierte IDs, die von der Regex-Schicht erfasst werden.
Akten- & Vorgangsmarker
Begriffe, die auf einen aktiven Verwaltungsvorgang hinweisen.
Personen & Rollen
Kontextuell durch die NER-Schicht erfasst.
Sensible Kontexte
Daten besonderer Kategorien gemäß DSGVO Art. 9.
Auf Souveränität ausgelegt – by Design
Local-first – nichts wird weitergeleitet
Die Erkennung läuft vollständig auf dem Arbeitsplatzrechner. Die Regex-Schicht und die Blacklist benötigen keinerlei Netzwerkverbindung. Das optionale NER-Modell wird einmalig heruntergeladen und läuft danach dauerhaft offline. Kein Bürgertext erreicht einen SOWA Privacy-Server – einen solchen gibt es nicht.
Prüfbar & quelloffen
Die Erkennungs-Engine ist Open Source (MIT). Das IT- oder Sicherheitsteam einer Behörde kann jede Zeile lesen, die Software in der eigenen Umgebung betreiben und genau nachvollziehen, was mit den Daten geschieht – und was nicht.
Ergänzt Ihre bestehende Infrastruktur, ersetzt sie nicht
SOWA wird vor den KI-Assistenten geschaltet, die Mitarbeitende bereits nutzen. Es ist die lokale Datenschutzschicht, die diese Tools unter Behördenregeln nutzbar macht – keine weitere Cloud-Abhängigkeit.
Behördenweit ausrollen
Unter Einstellungen → Erkennung → Benutzerdefinierte Regeln & Listen können IT-Administratoren die Erkennung für die gesamte Organisation standardisieren:
- Behördenspezifische Kennzeichen – interne Aktennummernformate, Abteilungscodes, Register-IDs – zur Blacklist hinzufügen.
- Benutzerdefinierte Regex für die einzigartigen Formate Ihrer Verwaltung hinzufügen, etwa Aktenzeichen wie
AZ-1234/26. - Öffentliche, nicht-sensible Standardphrasen auf die Whitelist setzen, damit Mitarbeitende nicht durch Fehlalarme ausgebremst werden.
- Den Regelsatz als
.sowa.json-Datei exportieren und auf alle Arbeitsstationen verteilen, um eine einheitliche Basis zu gewährleisten.
SOWA Privacy ist ein Datenschutztool, keine Rechtsberatung. Die lokale Anonymisierung ist eine wirkungsvolle technische Schutzmaßnahme, aber jede Behörde sollte ihre eigene Rechtsgrundlage, Datenverarbeitungsverträge und DSFA bestätigen, bevor sie einen KI-Workflow einführt.